Die Rechtsextremen dürfen dieses Thema nicht dominieren. Vor allem dürfen sie nicht dafür sorgen, dass die Menschlichkeit und die Menschenrechte in unserem Denken und Fühlen auf der Strecke bleiben.
Sicher, Europa kann das Migrationsproblem nicht ohne Gespräche und Partner in Nordafrika lösen, aber in einen menschenverachtenden Egoismus zu verfallen, dürfen wir nicht dulden.
Ohne Empathie reden Politiker*innen von AfD, BSW und anderen populistischen Parteien in Europa von Menschen, die sie als Fremde ansehen, und schüren Ängste vor sozialem Abstieg. Die reale soziale Ungerechtigkeit dient ihnen als Vorwand, um Neid und Wut auf Migranten zu lenken.
Die EU und unsere Regierungen lassen sich von diesen rechten und linken Populisten vor sich her treiben. Flüchtlinge zum Spielball von Machtinteressen und Objekt politischer Grabenkämpfe zu machen, widerspricht den humanen Werten der EU.
Es geht mir um die konkrete Situation der Menschen. Das heißt, dass wir Flüchtlinge nicht in die Hände von Regierungen wie Tunesien oder Libyen geben und „verkaufen“ dürfen, denn diese sind nicht fähig und willens, eine menschliche Praxis gegenüber Flüchtlingen auszuüben.