Am 29.10.2022 starb Margot Zmarzlik, die Gründerin des „Hilfsfonds Ghettoüberlebende Baltikum“

Am 29.10.22 starb Margot Zmarzlik im Alter von 95 Jahren. Sie hat in ihrem langen Leben viel erfahren und viel geleistet. Ich lernte sie in den frühen 2000er Jahren kennen. Sie vermittelte meinen Schüler *innen und mir den Kontakt zu Holocaustüberlebenden aus dem Baltikum. Ohne ihre Hilfe hätte es die Freundschaft mit Juliane Zarchi, die Besuche von Tobias Jafetas, Fruma Kucinskiene, Fanja Brancovskaja, Alexander Bergmann und anderen nicht gegeben. Bei den Besuchen der Holocaustüberlebenden in Waldkirch hielt sie sich immer im Hintergrund. Ihr waren die anderen wichtiger. So war es auch in „ihrem“ Hilfsfonds Ghettoüberlebende Baltikum, mit dem sie bis heute Überlebende der Ghettos im Baltikum unterstützte.

Ich denke in Dankbarkeit an sie.

Ohne die Hilfe von Margot wären die Veranstaltungen mit Holocaustüberlebenden an unserer Schule und in Freiburg nicht möglich gewesen.

Hier 4 Filme, an denen sie beteiligt war:

https://player.vimeo.com/video/504324279?h=762d819c4c&dnt=1&app_id=122963Frau Zarchi besuchte uns im Januar 2005, im Rathaus empfing sie und ihre Freundin Margot Zmarzlik zusammen mit dem Geschichtsprojekt des GSG Oberbürgermeister Richard Leibinger. In mehreren Klassen und auf einer öffentlichen Veranstaltung an der Schule sprach Frau Zarchi und erzählte von ihrem Schicksal.

https://player.vimeo.com/video/770161248?h=44b40762a0&dnt=1&app_id=122963Karl Plagge war ein Judenretter. In dieser Ausstellung wird er gewürdigt. Zusammen mit Margot Zmarzlik fuhr ich von Freiburg nach Darmstadt. Dort besuchten wir auch die Darmstädter Geschichtswerkstatt und nahmen an der Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung am Ludwig-Georgs-Gymnasium teil.

Margot Zmarzlik organisierte diese Veranstaltung, auf der Juiane Zarchi, Fruma Kucinskiene, Tobias Jafetas (aus Litauen) und Alexander Bergmann aus Lettland von ihren Ghettoerfahrungen erzählten. Umrahmt wurde dies durch Lieder aus Theresienstadt und den Ghettos, gesungen von Frau Gertrud Geiger und Joscha Zmarzlik, begleitet von Christian Reck am Klavier. Die Veranstaltung fand am 22.2.2008 im Gemeindehaus St. Barbara in Freiburg-Littenweiler statt.

Anlässlich der Projekttage zu den Geschwistern Scholl und zum Widerstand im NS allgemein besuchten Überlebende des Holocausts aus dem Baltikum das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Die Zeitzeugen sprachen mit Schüler*innen in ihren Klassen. Auf einer Veranstaltung in der Aula der Schule eröffneten unsere Gäste die Ausstellung zum Judenretter Karl Plagge der Geschichtswerkstatt Darmstadt. Der Film zeigt Eindrücke von den Projekttagen. Margot Zmarzlik war bei diesem Projekt eine große Hilfe.

Margot Zmarzlik, Tobias Jafetas, Alexander Bergmann, Fruma Kucinskiene, Juliane Zarchi (von rechts nach links) am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Waldkirch, 21.2.2008
Darmstadt, Plaggegruppe, 2007
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Im Rathaus in Waldkirch mit OB Leibinger, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
Geschwister-Scholl-Tage, 2008
St. Barbara, Freiburg 2008
St. Barbara, Freiburg 2008
St. Barbara, Freiburg 

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